Die Erbfolge kann durch einen Schenkungsvertrag vorweggenommen werden. Diese vorsorgende Vermögensübertragung wird oft gewählt, um das Vermögen im Familienbesitz zu erhalten, Erbstreitigkeiten zu vermeiden oder um Steuer zu sparen.

Meist werden Liegenschaften, also Häuser, Grundstücke, Eigentumswohnungen zu Lebzeiten auf die Geschenknehmer übertragen. Es lassen sich auch alle anderen Vermögenswerte verschenken (zB Bargeld, Sparbücher, Schmuck, Gesellschaftsanteile).

Seit dem 01.08.2008 fällt keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer mehr an.

Bei Schenkungen von Immobilien ist weiterhin Grunderwerbsteuer zu bezahlen. Für andere Schenkungen (zB Bargeld, Gesellschaftsanteile) besteht im Familienkreis ab einem Wert von Euro 50.000 und außerhalb des Familienkreises ab einem Wert von Euro 15.000 eine Anzeigepflicht.

Zur Unterscheidung einer Schenkung von einer Übergabe siehe unten den Begriff „Übergabsvertrag“.