Der Grundverkehr ist Landessache. Ein türkischer Staatsbürger möchte eine Eigentumswohnung kaufen. Der Notar erklärt ihm, dass dazu die Zustimmung der Bezirksgrundverkehrskommission notwendig ist, denn als türkischer Staatsbürger gehört dieser Erwerb zum Ausländer-Grundverkehr und muss geprüft werden.

Eine der Aufgaben des Grundverkehrsgesetzes ist es, das öffentliche Interesse an der Beschränkung von Rechtserwerben an Grundstücken durch Ausländer zu wahren. Bürger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union sind dabei Inländern gleichgestellt und werden daher nicht als Ausländer betrachtet. Die Genehmigung wird dabei von der Bezirksgrundverkehrskommission erteilt, insoweit nicht die öffentliche Ordnung, die Sicherheit, kulturelle oder sozialpolitische Interessen des Staates beeinträchtigt werden. Ob die Genehmigung erteilt wird, ist daher von Fall zu Fall zu beurteilen.

In Salzburg bedürfen nachstehend angeführten Rechtserwerbe jedenfalls einer grundverkehrsbehördlichen Genehmigung

  • Der Land- und Forstwirtschaftliche “Grüne” Grundverkehr
  • Ausländer Grundverkehr
  • Baugrundstücksverkehr “Grauer Grundverkehr” seit 2012